Der größte Windpark

Der größte Windpark

Mit seiner Kapazität von 156 MW ist der Windpark Sankt Nikola der AES Geo Energy der bisher größte im Land. Nach der Zeremonie bzgl. seines Anschlusses an das elektrische Netz stehen Windgeneratorentests an und bis Ende des Jahres, wird er real in Betrieb genommen werden.
Fünf Jahre später

Obwohl der wirkliche Bau des Parks in diesem Jahr begonnen hat und zum Schluss gebracht wurde, hat das Projekt eine 5-jährige Vorgeschichte hinter sich. Es wurde von der bulgarisch-deutschen Firma Geo Power schon Ende 2003 gestartet. Die amerikanische AES kam 2006 hinzu, als die beiden Gesellschaften die gemeinsame Gesellschaft AES Geo Energy gründeten. Der Anteil von AES darin beträgt 89%, der von Geo Power 11%. Ende letzten Jahres wurde eine finanzielle Vereinbarung zwischen der AES Geo Energy und den Kreditgeberbanken – der EBWE, der UniCredit Bulbank und der IFC unterschrieben. Das Projekt kostet 270 Millionen Euro, 223 Millionen davon sind ein Darlehen der finanziellen Institutionen. Die Tatsache, dass diese ein Darlehen für ein großes Investitionsprojekt in Bulgarien in Krisenzeiten gewährt haben, wurde als Signal des Vertrauens der Fremdinvestoren bzgl. des Landes gewertet. Die Kredite sind für einen Zeitrahmen von 12 und 15 Jahren, in welchem erwartet wird, dass die Investition abgezahlt wird.

Der Bau der Windgeneratoren hat sechs Monate gedauert – von Januar bis Ende Juli diesen Jahres, als der letzte montiert wurde - der 52. Generator. “Vom Standpunkt der Ingenieure aus, war das eine große Herausforderung – jeder Generator ist mit einem Mast ausgerüstet, der 105 m hoch ist, die Flügel sind mit einer Länge von 45 m; in einem Generator gibt es ca. 360 Tonnen Stahl, die Eisenbetonkonstruktionen darunter haben ein Gewicht von 2500 Tonnen”, gibt der Geschäftsführer der Geo Power Dimitar Hristov an. Während des Baus haben 250 Leute mitgemacht, ein Teil von ihnen – bulgarische Unterauftragnehmer. Die Generatoren sind Produktion der dänischen Gesellschaft Vestas. Der Park Sankt Nikola liegt auf einer Fläche von 60 Quadratkilomentern. Die Generatoren selber nehmen ca. 60 Dekar Fläche ein. So groß ist das Gelände mit geändertem Nutzungsrecht in dem Projekt, der Rest ist landwirtschaftliches Land, welches bearbeitet wird. Da im Vorgang des Projekts AES Geo Energy mehr Flächen aufgekauft hat als notwendig waren, werden diese gepachtet.