St. Nikola

Windpark “Sankt Nikola”, Kavarna

Der Windpark “Sankt Nikola” liegt im Südosten Bulgariens, auf dem Gebiet der Gemeinde Kavarna, 60 km von Varna entfernt. Das Projekt befindet sich in den Gemeindefluren der Dörfer Bulgarevo, Sankt Nikola, Hadji Dimitar, Rakovski und Poruchik Chunchevo – auf einem Territorium mit den Maßen 6x10 km.

 

Der Windpark ist so gebaut, dass das Land weiterhin von den Eigentümern und Pächtern für Landwirtschaft genutzt werden kann.

Die Fundamente der Turbinen haben die Maße 17x17 m. Die Entfernung zwischen den Windturbinen erlaubt die freie Überquerung von landwirtschaftlicher Technik, die unterirdischen Kabel sind bei einer geeigneten Tiefe im Rahmen der existierenden landwirtschaftlichen Strassen montiert worden, so dass die Bearbeitungsprozesse der Flächen nicht behindert werden können.

 

Das Projekt ist initiiert als Richtlinie 2001/77/EO des Europaparlaments und des EU-Rats vom 27. September 2001, den Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll zur Reduzierung der schädlichen Emmissionen in der Atmosphäre, der Nationalen Energiestrategie der Republik Bulgarien und den letzten Nachträgen im Gesetz für Energetik im Teil für Förderung und Stimulierung der Herstellung von Elektroenergie von erneuerbaren Energiequellen und auf kombinierte Weise. Das Projekt stellt eine wesentliche und beständige Investition in Bulgarien dar, die dem Land hilft seine Ziele für erneuerbare Energie auszuführen.

Das Projekt wird realisiert von der Projektgesellschaft AES GEO ENERGY OOD, Eigentum der GEO POWER OOD und AES WIND INVESTMENT.

Das Investitionsprojekt hat einen Gesamtwert von 270 Millionen Euro.

Während der Ausführung des Projekts wurden die erforderlichen administrativen und gesetzlichen Methoden bzgl. des Territoriumsaufbaus, der Zuordnung der Terrains für den Bau von Windgeneratoren und einer Unterstation, Bewilligung von Grundstücksplänen für Kabeltrassen 33 kV und 110 kV, Anfertigung des Berichts für die Bewertung der Auswirkungen auf die Umwelt, Monitoringuntersuchungen der Herbst- und Frühlingsmigration der Vögel im Lauf von zehn Jahreszeiten, Abstimmung des Projekts mit allen interessierten Institutionen durchgeführt. Parallel dazu wurden die notwendigen Untersuchungen und Arbeitsprojekte für den Bau der Windgeneratoren angefertigt.

Im Lauf von 5 Jahren (ab dem 2. Mai 2004) wurde eine eigene Messung der Windparameter in der Gegend des Projekts von einer, auf diesem Gebiet spezialiserten deutschen Gesellschaft, auf verschiedenen Höhen durchgeführt. Die Ergebnisse und die Analyse der Messungen haben das Vorhandensein von genügend Windpotential nachgewiesen, für eine vollwertige Arbeit der vorgesehenen Windgeneratoren.

Die Ausführung des Projekts hat am 3. Januar 2009 begonnen.

Es wurden 52 Windgeneratoren der Firma Vestas mit einer Einzelkapazität von 3.0 MW installiert. Die Gesamtkapazität des Windparks beträgt 156 MW.

Für den Bedarf des Anschlusses an das Verteilernetz wurde eine Unterstation 33/110 kV gebaut und eine Lufthochspannungsleitung 110 kV für die Verbindung mit dem Nationalen Elektroenergiesystem.

Der erwartete Ökologieeffekt aus dem Projekt ist die Einsparung von über 300 000 Tonnen CO2-Emmissionen jährlich für einen Zeitraum von 20 Jahren oder ca. 6 Millionen Tonnen für eine 20-jährige Betriebsperiode. Das wird ein beachtlicher Beitrag für den Schutz der Biodiversität und der Umwelt sein, und für das Erreichen der, vom Land übernommenen, Verpflichtungen zur Reduzierung der Kohlenstoffemmissionen bis 2020. 

Laut Vereinbarung zwischen der Projektgesellschaft und der Gemeinde Kavarna, wird die Gemeinde Kavarna während des Windparkbetriebs unentgeltlich 156 000 BGN jährlich erhalten.

 

Geschichte des Projekts

2003 

Betrachtung von Alternativen und Auswahl des Standorts für das Projekt

2004 

Im Herbst 2004 beginnt ein Monitoring der Vögel, das bis heute andauert

Ab Mai 2004 2004 

Startet eine Messung der Windstärke

2005 

Vorläufiger Vertrag zum Anschluss

April 2007 

Es wurde eine positive Entscheidung bzgl. der Bewertung der Auswirkungen auf die Umwelt erhalten

Dezember 2007 

AES unterschreibt eine Vereinbarung mit Vestas für die Bereitstellung der Turbinen

August 2008 

Die Gesellschaft bekommt eine Lizenz für die Erzeugung

September 2008 

Vertrag zum Aufkauf der Elektroenergie

Oktober 2008 

Aktualisierung des vorläufigen Vertrages zum Anschluss seit 2005

November 2008 

Es wird eine Baugenehmigung erhalten

Dezember 2008 

Es wird eine Vereinbarung zur Finanzierung seitens der EBRD, der IFC, der UniCredit geschlossen

Dezember 2008 

Es werden Abmachungen mit den Auftragnehmern zum Aufbau der Infrastruktur des Objekts unterschrieben

Januar 2009 

Start der Bauarbeiten

März 2009 

Start der Montage der Windturbinen

30 Juli 2009 

Die letzte 52. Turbine wird montiert

Oktober 2009 

Anschluss an das Elektroenergiesystem des Landes und Start der Probeläufe

Im Herbst 2004 beginnt ein Monitoring der Vögel, das bis heute andauert